29.08.2017 / Abstimmungen / /

Ja zur Rentenreform_Medienmitteilung bürgerliches Komitee Thurgau

2017-08-28 Medienmitteilung Ja zur Rentenreform

 

Medienmitteilung:Für ein doppeltes Jahr bei der Abstimmung über die Altersreform

Am 24. September stimmt das Schweizer Volk über die Rentenreform ab. Entsprechend findet die Rentenreform auch aus allen politischen Lagern grosse Unterstützung. Das bürgerliche Komitee Thurgau besteht aus Mitgliedern der BDP, CVP, EVP; GLP. Auch die EDU Thurgau hat die doppelte Ja Parole beschlossen und in bäuerlichen Kreisen findet die Reform viele Anhänger.

 

An der Medienkonferenz vom Montag in Kreuzlingen legte CVP Nationalrat Christian Lohr dar, was für die Reform spricht. Die Rentenreform ist eine der wichtigsten Reformen unseres Landes seit Jahrzehnten. Seit 1995 wurden alle AHV-Reformen sowie die Senkung des Umwandlungssatzes abgelehnt, was die beiden Säulen in Schräglage gebracht hat. Somit sind in naher Zukunft die Renten der Schweizerinnen und Schweizer nicht mehr gesichert. Für die Reform wurde ein demokratischer Kompromiss gefunden, ohne dass es eine reine Abbauvorlage mit unkompensierten Rentenkürzungen ist. Auf eine automatische Rentenaltererhöhung auf 67 Jahre wurde verzichtet, weil sie sonst vor dem Volk scheitern würde. Die Finanzierung ist gesichert. Es ist eine gerechte Reform, eine soziale Lösung mit ausgeglichenen Kompensationsmassnahmen und ebenso eine Minimierung der Heiratsstrafe in der AHV.

Elisabeth Rickenbach, Kantonsrätin EVP, erklärt warum die Reform eine soziale Lösung ist. Die Rentenreform sichert das heutige Rentenniveau. Von den Ausgleichsmassnahmen profitieren vor allem auch Einkommensschwache, Teilzeitarbeitende und Frauen. Die Altersvorsorge wird flexibilisiert und der heutigen Arbeitswelt angepasst. Dass jede andere Lösung teuer wird erklärte GLP Kantonsrat Hanspeter Heeb. Sowohl die Absichten der linken wie der rechten Gegner sind reine Spekulationen. Seit 20 Jahren sind alle Reformversuche gescheitert. Es wird deshalb extrem schwierig sein, eine andere mehrheitsfähige Lösung zu finden, wenn jetzt nicht ein erster Schritt in Richtung Sicherung der Finanzierung erfolgt. Die Bürgerlich-demokratische Partei des Kantons Thurgau (BDP) ist überzeugt, dass Bundesrat Alain Berset die brenzlige Situation der Altersvorsorge mit dem Satz „Wenn der Wald brennt, kann ich nicht nur den einen Baum retten, der mir gehört“ perfekt auf den Punkt gebracht hat. «Gerade die jüngere Generation wird bei einem unüberlegten Nein zur Altersvorsorge 2020 später für die heutigen Versäumnisse mit wesentlich höheren Beiträgen, Abgaben oder Steuern geradestehen müssen», so Parteipräsident Jürg Schumacher.

Nach dem Parteipräsidenten Paul Rutishauser findet bei der CVP die Reform bei allen Gruppierungen Zustimmung: Von den Jungen, den Frauen, Arbeitsgruppe Wirtschaft und Gesellschaft bis zur CVP 60plus. Die Reform wird als ausgewogen betrachtet und heute keine Reform anzugehen ist fahrlässig und sicher die schlechteste Lösung. Wir stehen im Wandel der Digitalisierung. Für die Arbeitnehmerschaft kann das bedeuten, projektbezogenes Arbeiten, befristete Arbeitszeitverhältnisse, Mann/Frau ist für mehrere Arbeitgeber tätig. In einer solchen Arbeitswelt ist eine gesicherte Altersvorsorge nötig. Hier erreichen wir mit einem doppelten Ja zur Rentenreform einen Schritt in die richtige Richtung für eine Altersvorsorge in einer modernen, flexiblen Arbeitswelt.