19.01.2018 / Abstimmungen / /

Mitteilung zur Medienkonferenz des Thurgauer Komitees „Nein zu No Billag“ vom 19. Januar 2018

Medienmitteilung Thurgauer Komitee Nein zu No Billag

Medienmitteilung des überparteilichen Thurgauer Komitees „Nein zu No Billag“ vom 19. Januar 2018

Breit abgestütztes Thurgauer Komitee für ein Nein zur No-Billag-Initiative
An der heutigen Medienkonferenz in Frauenfeld haben zehn Vertreterinnen und Vertreter des überparteilichen Thurgauer Komitees „Nein zu No Billag“ mit über 100 kantonalen Parlamentarierinnen und Parlamentarier und weiteren Bürgerinnen und Bürger ihre Argumente gegen die No Billag-Initiative vorgestellt.

Die Initiative ist ein brandgefährlicher Angriff auf unseren Service public und die vierte Gewalt sagte Nationalrätin Edith Graf-Litscher. Nur dank Gebührenfinanzierung wird ein Service public ermöglicht, der unabhängig von Parteipolitik und Wirtschaft gestaltet wird. Das «Pay-TV» wird zudem zu einer Zweiklassengesellschaft führen: Während sich die einen problemlos unterschiedliche Abos für unterschiedliche Interessen teuer zusammenkaufen können, werden die anderen leer ausgehen, da sie sich den Griff ins Portemonnaie nicht leisten können.

Nein gegen die Diskriminierung von Randregionen, Sinnesbehinderte oder Randsportarten

Wolfgang Ackerknecht, Präsident EVP, ist überzeugt, dass Beiträge dieser Gruppen und für diese Gruppen nicht kommerziell finanziert werden könnten und wegfallen würden. Das wäre ein Schlag gegen Minderheiten, die Solidarität würde so zu Grabe getragen. Dies ist der Schweiz nicht würdig.

Nein zum Kahlschlag in der Medienlandschaft
Kurt Egger, Präsident Grüne TG: Die No-Billag-Initiative zerstört mit Holzhackermethoden die lebendige Medienvielfalt. Rechtspopulistische Milliardäre und globale Konzerne übernehmen Radio und Fernsehen in der Schweiz.

Massiver Eingriff in den Service Public von Radio und Fernsehen
Andreas Guhl, Kantonsrat BDP: Die Initianten wollen kein unabhängiges Radio und Fernsehen mehr. Eine unabhängige Beschwerdeinstanz wird es nicht mehr geben. Sie tolerieren, dass keine freie Meinungsbildung mehr stattfinden kann.

Journalistische Unabhängigkeit als Grundpfeiler unserer Demokratie
Robert Meyer, Präsident GLP TG: Ein Ja zur «No Billag»-Initiative würde das Ende der SRG bedeuten und dazu führen, dass alle Medienhäuser der Schweiz in den Händen einiger weniger wären. Es droht das Ende für die unabhängige Information – ein zu hoher Preis, den wir letztendlich wiederum alle teuer bezahlen müssten.

Mit No Billag keine SRG mehr!
Paul Rutishauser, Präsident CVP TG: Wenn bei einem Unternehmen achtzig Prozent seiner Einnahmen wegfallen, überlebt es nicht. Da hilft kein inhaltloses Relativieren und versuchtes Schönreden – so einfach ist das. Für die SRG ist es der Sendeschluss. Die No-Billag will die Beerdigung der SRG und strebt nicht nur deren Privatisierung an.

Beat Schenk, Präsident Juso TG: Die No-Billag Initiative ist ein direkter Angriff auf die ohnehin schon eintönige und monopolisierte Medienlandschaft der Schweiz. Gerade junge Menschen, welche den Printmedien wenig Beachtung schenken sind auf gutrecherchierte Informationsquellen angewiesen, deren Konsum möglichst erträglich und ohne stundenlange Werbe-unterbrechungen möglich sein soll.

 

Nina Schläfli, Präsidentin SP Thurgau: „Es ist illusorisch, das ein privater Anbieter den kleinen Ostschweizer oder Thurgauer Markt mit einer ähnlichen Abdeckung und zu diesem Preis befriedigend bespielen kann. Sogar der Regierungsrat des Kantons TG sieht das ähnlich und hat sich gegen diese Initiative ausgesprochen. No Billag dezimiert unser Medienangebot und verschlechtert die Informationslage der Bevölkerung drastisch. Ein Thurgauer Nein zu No Billag ist deswegen unerlässlich.“

Nein zum Anfgriff auf unsere Demokratie und Nein zur Schwächung der Schweizer Kultur
Simon Vogel, Präsident Junge Grüne Thurgau: „Unsere Demokratie lebt von Information. Die NoBillag-Initiative ist ein klarer Angriff auf die Unabhängigkeit und Vielfalt unserer Medienlandschaft.

Cornelia Zecchinel, Kantonsrätin FDP TG: Das Schweizer Radio und das Schweizer Fernsehen sendet Schweizer Kultur. Die Gebühr für die SRG stützt und fördert die Schweizer Kultur und das eigenständige Schweizer Kulturschaffen. Ohne Radio- und Fernsehgbühr lassen sich kaum noch Schweizer Filme produzieren und Schweizer Musik verliert eine grossse Plattform. Wir brauchen unsere Kultur und dürfen unser unabhängiges Radio und Fernsehen nicht aufgeben.

www.nein-nobillag-thurgau.ch

www.facebook.com/neinnobillagthurgau

Email   info@nein-nobillag-thurgau.ch

Kontakt

  • Edith Graf-Litscher, Nationalrätin SP, 079 347 08 93
  • Wolfgang Ackerknecht, Präsident EVP TG, Tel. 076 338 28 21
  • Kurt Egger, Kantonsrat/ Präsident Grüne Thurgau, Tel. 079 207 84 37
  • Andreas Guhl, Kantonsrat BDP, Tel. 078 698 74 60
  • Robert Meyer, Präsident GLP TG, 079 521 98 41
  • Paul Rutishauser, Präsident CVP Thurgau, Tel. 079 331 13 08
  • Beat Schenk, Präsident Juso TG, Mail juso@thurgau.ch
  • Nina Schläfli, Kantonsrätin, Präsidentin SP Thurgau, Tel. 076 474 31 79
  • Simon Vogel, Präsident Grüne TG, Mail simonvogel@gmx.ch
  • Cornelia Zeccinel, Kantonsrätin FDP TG, Tel. 071 672 12 08

Wängi, 19. Januar 2018